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STADTKLANGNETZ Konferenz 2011: Vitas der Referenten




Professor Heike Arnold-Joppich (Musikpädagogin, HfM Detmold)

Heike Arnold-Joppich studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Lehramt Musik sowie Elementare Musikpädagogik (mit Gitarre, Gesang, Kinderchorleitung). Seit 2006 ist sie Professorin für Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Detmold und leitet die Studiengänge Bachelor „Elementare Musikpädaogik (EMP)", Master „Singen mit Kindern" und Master „Gruppenmusizieren mit Grundschulkindern". Für den Chorverband NRW erstellte sie Unterrichtskonzeptionen zum Singen in Eltern-Kind-Singgruppen („Toni im Liedergarten") sowie zum vokalen Musizieren mit 4- bis 6-jährigen Kindern („Toni im Kindergarten"). Im Projekt „SMS – Singen macht Sinn" widmete sie sich der Vokal- und Musikdidaktik an Grund- und Förderschulen und coachte die SMS-Vokalpädagog/innen.

Weiteres siehe www.hfm-detmold.de/portrait/personen/lehrende/41544/heike-arnold-joppich#top







Professor Peter Ausländer (Aktionskünstler, Musik- und Kunstpädagoge, FH Bielefeld)

Jahrgang 1945; verheiratet und Vater von vier Kindern, die seine wichtigsten Lehrer/innen waren und bis heute sind. Musik- und Kunstlehrer, ausübender Musiker und Aktionskünstler, Sammler, seit zwei Jahrzehnten auch befasst mit Instrumentenbau, der Erfindung, Herstellung und experimentellen Nutzung von Schallerzeugern, Klangskulpturen und der Installation von Klangpassagen und Lauschgärten, dies vor allem im Zusammenwirken mit Kindern.
1967-72 als Lehrer tätig in einer südhessischen Grund-, Haupt- und Realschule mit Sonderschulzweig, 1972-73 am Gymnasium in Vlotho; 1973-2009 als Dozent für kulturelle Bildung im Jugendhof Vlotho, von 2007 an stellvertretender Leiter dieses Bildungszentrums; daneben Lehraufträge an den Universitäten Bielefeld, Gießen, Hildesheim, an den Musikhochschulen Detmold, Hannover, Essen und an den Fachhochschulen Darmstadt und Bielefeld.
Seit 2009 als Professor für Musik und Bewegung an der FH Bielefeld, 2010 Entwicklung eines neuen Studienschwerpunktes „Musikalische Bildung in der Pädagogik der Kindheit", der seit WS 2011 läuft.
Zahlreiche Aufführungen, Aktionen, Vorträge, Veröffentlichungen, Hörfunk- und TV-Sendungen.
Internationale Erfahrungen durch Kulturprojekte in Japan, Ägypten, Syrien, Israel, in der Mongolei, in Dänemark und Norwegen.


Sebastian Fuchs (Sprechkünstler und Beatboxer, Berlin)

studierte von 2004 bis 2008 Sprechkunst und Kommunikationspädagogik an der Stuttgarter Musikhochschule. Neben seinem Studium war er als Sprecher beim SWR tätig. Seit 2008 Dozent für Sprecherziehung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Seit dem Wintersemester 2011 zusätzlich Vertretungsprofessor im Fach Schauspiel an der HfMT Hamburg. Vokalist / Beatboxer in mehreren Bands. Freie Sprechtrainings und Beatboxkurse.

Homepage: www.sprechersebastianfuchs.de





Förderer & Partner
Die StadtKlangNetz Konferenz ist ein Projekt im Rahmen von ON - Neue Musik Köln, gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, die Stadt Köln und die RheinEnergieStiftung Kultur sowie das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW und den Landesmusikrat NRW. Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse KölnBonn.

Unterstützt wird StadtKlangNetz von der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Büro für Konzertpädagogik, Offene Jazz Haus Schule, musikFabrik Köln, Arbeitskreis für Schulmusik, Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen, Chorverband Nordrhein-Westfalen, Landesverband der Musikschulen in Nordrhein-Westfalen, Verband Deutscher Schulmusiker, LAG Musik Nordrhein-Westfalen und Zentrum für Aktuelle Musik




Nina Dyllick

ist Studienrätin für die Fächer Musik und Mathematik an der Kaiserin-Augusta-Schule Köln. Nach ihrem Lehramts- und Gesangspädagogikstudium in Hannover unterrichtete sie von 2002 bis 2006 an verschiedenen Gymnasien im Kölner Raum. Von 2006 bis 2011 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und war darüber hinaus als Gastdozentin an verschiedenen Hochschulen und als Referentin in der Lehrerfortbildung tätig.
Nina Dyllick arbeitet an einer Dissertation zur Didaktik im Bereich der Vokalpraxis. Gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz Geuen begleitet sie das Modellprojekt Stimm:Bildung wissenschaftlich und konzeptionell.


Orlando Gough (Komponist, Brighton)

Orlando Gough, a founder-member of the bands The Lost Jockey and Man Jumping, writes music mostly for the theatre: plays, dance, music-theatre, opera. He has collaborated with, amongst others, the choreographers Siobhan Davies, Shobana Jeyasingh, Ashley Page, Alain Platel, the writers Caryl Churchill and Anthony Minghella, the directors Tim Albery, Danny Boyle, Rufus Norris, Felix Barrett, James MacDonald.
Since the late 1990s he has been particularly involved with writing for the voice. He directs the choir The Shout, made up of exciting singers from different backgrounds; he writes a lot of music for amateur singers; and he composes and directs big site-specific choral pieces.
Recently he has been working on The Spell for the vocal consort I Fagiolini, a filmed opera Hey Come On Out, for Streetwise Opera (who work with homeless performers), and an installation Cantata Profana, in collaboration with the artist Matt Stokes and the singers from six extreme metal bands.
He is currently writing an opera Imago for Glyndebourne for a mixture of amateur and professional performers.
He is an associate artist of the Royal Opera House, Covent Garden.


Matthias Handschick (Musiklehrer, Lörrach)

Matthias Handschick, *1971, studierte Schulmusik, Germanistik und Musiktheorie sowie Komposition bei Mathias Spahlinger. Von 2003-2010 leitete er die AG "Klangbaustelle" am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut, die zahlreiche Auszeichnungen für Projekte zur Vermittlung Neuer Musik erhielt. Zur Zeit unterrichtet er am Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach, an der Musikhochschule Freiburg und an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Handschick betreut regelmäßig den Workshop "Jugend komponiert Baden-Württemberg" und ist Mitglied im Vorstand des INMM Darmstadt.

Weitere Informationen unter: www.matthias-handschick.de












Dr. Barbara Hoos de Jokisch (Gesangspädagogin, Bund Deutscher Gesangspädagogen)

Gebürtig aus Nordhessen. Breitgefächertes Musikstudium an der Hochschule der Künste Berlin (HdK, heute UdK): Instrumentalpädagogik, Schulmusik und Deutsch für Sekundarstufe II, Vokalpädagogik. Solistische Konzertsängerin (Alte und Zeitgenössische Musik), Lehrauftrag für Gesang (Schulmusik), HdK Berlin. Mit der Familie neunjähriger Aufenthalt in Mexiko. Dort Dozentin für Gesang (Hauptfach) an der Escuela Nacional de Música/UNAM; Konzerte auf Festivals für Alte Musik; Vorträge und Veröffentlichungen. Rückkehr nach Deutschland 2006. Trainerin/Coach für Atem-Stimme-Sprache in Wirtschaftsunternehmen und bei Dirigieren&Führen; Lehrbeauftragte für Methodik und Lehrpraxis Gesang, UdK Berlin; Mitglied des Vorstandes des BDG. 2011 Abschluss der Promotion in Musikpädagogik „Die geistige Klangvorstellung" – Gesangstheorie und -pädagogik Franziska Martienßen-Lohmanns an der UdK Berlin (demnächst bei Breitkopf&Härtel). Workshops für Gesang und Gesangspädagogik in Deutschland und Mexiko. Planung und Organisation des internationalen Symposiums für Kunst, Wissenschaft und Pädagogik „Musikalisches Exil in Mexiko 1938-1945".






Rupert Huber (Dirigent und Komponist, Salzburg)

Der Dirigent, Komponist und Performancekünstler Rupert Huber ist international gefragt, nicht zuletzt wegen der hohen konzeptionellen Qualität seiner Programmgestaltung. Sein Hauptarbeitsfeld liegt in der Zusammenarbeit mit den Sinfonieorchestern und Chören der ARD und des ORF. Chefpositionen hatte er inne bei SWR und WDR und war Chordirektor der Salzburger Festspiele, sowie seit 2006 künstl. Leiter des CWR. Er dirigierte über 200 Uraufführungen der namhaftesten Komponisten des 20. und 21. Jh. Seit etlichen Jahren, auch im Zusammenhang mit seinem 3-jährigen Aufenthalt in Nepal, beschäftigt er sich intensiv mit der unmittelbaren Wirkung von Musik und hat viele der, aus dieser Forschung entstandenen Projekte mit dem CWR realisiert.



Jens Johannsen (Bewegungslehrer, Berlin)

Jens Johannsen ist Tänzer, Bewegungspädagoge und –Therapeut. Erforscht seit 1978 die Zusammenhänge von Körper, Geist und Bewegung. Seine Studien in Theater, Tanz, Stimme, Yoga, Meditation führten ihn bereits Anfang der 80er Jahre zum Body-Mind Centering®. Seit 1992 ist er als Ausbilder in dieser Methode international tätig. Er leitet BMC-Trainings in Deutschland, England und Brasilien.
Zu seinen Lehrern, was die Stimme angeht, gehören Matt Mitler, Bonnie Bainbridge Cohen und das Grotowsky Laboratorium. Jens verbindet in seiner Arbeit detailreiches anatomisches Forschen mit Humor und Bewegungsfreude.




Oliver Knieps (Grundschullehrer und Projektleiter Primacanta)

Oliver Knieps leitet seit Februar 2011 das gemeinsame Lehrerfortbildungsprojekt "Primacanta – Jedem Kind seine Stimme" der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Crespo Foundation.
Er studierte das Grundschullehramt mit den Fächern Musik, Mathematik und Sport an der Universität Kassel und schloss später eine Weiterbildung zum Haupt- und Realschullehrer ab. Nach dem Referendariat und übernahm er die Leitung einer ersten Klasse an der Hermann-Schafft-Schule in Fuldabrück.
Parallel zum Schuldienst arbeitete Oliver Knieps seit dem Schuljahr 2007 an der Erstellung der hessischen Bildungsstandards und Inhaltsfelder. Am Amt für Lehrerbildung engagierte er sich in der Fachgruppe "Kompetenzorientiert unterrichten – Musik Grundschule", durch die er auch in Kontakt zu "Primacanta" kam. Seit dem Schuljahr 2010/11 ist Oliver Knieps auch am Studienseminar in der Lehrerausbildung tätig.













Bernhard König (Komponist, Büro für Konzertpädagogik)

Jahrgang 1967. Komponist, Hörspielmacher, Interaktionskünstler.
Kompositionsstudium bei Mauricio Kagel.
Mitbegründer des Kölner Büros für Konzertpädagogik.

Weitere Informationen: www.schraege-musik.de







Martin Landzettel (Leiter, Lichtenberger Institut für angewandte Stimmphysiologie)

Martin Landzettel ist studierter Geiger (Orchesterreife, „Künstlerische Ausbildung") und seit Institutsgründung 1982 am Lichtenberger® Institut für angewandte Stimmphysiologie tätig, zunächst als Lehrer, Ausbilder und Mitarbeiter bei Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt, bis er 2002 die Institutsleitung übernahm.
Martin Landzettel widmet sich neben Konzerten, Kursveranstaltungen, Fortbildungen und Vorträgen der Entwicklung einer Instrumentalmethodik auf Grundlagen der Lichtenberger Gesangsforschung.

Das Lichtenberger® Institut für angewandte Stimmphysiologie wurde 1982 von der Sängerin und Gesangspädagogin Gisela Rohmert und Prof. Dr.–Ing. Walter Rohmert gegründet [damals: Lichtenberger Institut für funktionales Stimmtraining]. Zielsetzung ist die anwendungsorientierte Umsetzung neuester Erkenntnisse aus der Gesangs– und Instrumentalforschung in die Praxis.


Prof. Angelika Luz (Sängerin, HfMdK Stuttgart)

Angelika Luz war nach ihrer Ausbildung an der Stuttgarter Musikhochschule (Gesang und Klavier) als Koloratursopranistin an zahlreichen Bühnen (darunter Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Hamburg, Opernhaus Zürich) Europas engagiert. Ihr Rollenspektrum reicht von Monteverdis Poppea über Mozarts Königin der Nacht bis zum Musiktheater und Schauspiel der Gegenwart. Zahlreiche Rundfunk- und CD- Aufnahmen und Auftritte bei allen wichtigen internationalen Festivals dokumentieren die Hinwendung der Sängerin zur Zeitgenössischen Musik, wo sie neben solistischen Auftritten und Solo-Performances bis 2006 auch mit den Neuen Vocalsolisten in musikalischer und experimenteller Arbeit verbunden war und in enger Zusammenarbeit mit KomponistInnen unzählige Uraufführungen gesungen hat. Als Solistin arbeitet Angelika Luz mit Orchestern und Kammermusikensembles wie Ensemble Modern, ensemble recherche oder dem Klangforum Wien.
An der Musikhochschule Stuttgart unterrichtet sie seit 1998 Neue Vokalmusik und stellt mit dem von ihr gegründeten ensemble v.act immer wieder Produktionen vor, die Musik, Szene und Multimedia in Verbindung setzen. Als Professorin betreut sie seit 2007 den Studiengang Master Neue Musik/Gesang. Seit 2011 leitet sie an der Musikhochschule Stuttgart das „Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater". Meisterklassen, Kurse und workshops leitete sie am Mozarteum Salzburg, an der Universität Tilburg, den Musikhochschulen Karlsruhe und Trossingen und Dresden, beim Bundeskongress Deutscher Gesangspädagogen, dem Goethe-Institut Stockholm, beim Heidelberger Frühling, an der Universität Halle, der Hochschule Luzern u.a.

Homepage: www.angelika-luz.de


Natascha Nikeprelevic (Vokalistin/composer-performer, Köln)

Vokalistin, Improvisatorin, composer-performer und Interpretin zeitgenössischer Musik. Studium “Intermediale Improvisation - Musik, Malerei, Theater“ bei Michael Vetter, Accademia Capraia, Italien. Ihre musiktheatralen Inszenierungen bewegen sich im polyphonen Raum von semantikbefreiter Sprache und wortlosem Gesang. Amorphe Klangstrukturen, Geräusche und expressive Atonalität gehen in harmonische Kantilenen und Oberton-Arien über. Ihre Klang- und Stilvielfalt ist in acht abendfüllenden Hörwerken beim DeutschlandRadio Berlin und beim WDR Köln dokumentiert. Soloperformances und Konzerte im “Duo Transverbal” (Vetter/Nikeprelevic) auf Festivals in Europa und Asien. Stockhausen-Interpretin in“POLE für 2“ für Stimmen und Kurzwellenradios (UA 2008), Tonhalle Zürich. Komposition für Chor “RESPONS“ Reaktion auf Bestimmtes (UA 2011) mit dem WDR-Rundfunkchor, Leitung/Solostimme: Natascha Nikeprelevic, Konzerthaus Dortmund. Lehraufträge und Gastdozenturen an den Universitäten Taipei, Siegen, Köln und Ottawa sowie an der Musikhochschule Luzern.

Homepage: www.natascha-nikeprelevic.de/








Michael Petermann (Dirigent und Linklater-Stimmlehrer, Hamburg)

Michael Petermann (*1961) studierte Dirigieren und Kirchenmusik in Hamburg. Er verfügt über 25 Jahre Berufspraxis als Orchester- und Chordirigent. Kristin Linklater hat ihm nach seinem Studium eine umfassende Sicht auf die Kommunikationsmöglichkeiten des Künstlers vermittelt. Mit der Hamburg Opera Group (1993-1998) und dem Franz-Schubert-Chor (1997-2008) hat er seine Mittel weiterentwickelt und 2000 schließlich die Formation Weisser Rausch gegründet.
Mit ihr vereint Michael Petermann darstellende und bildende Künstler unter dem Dach eines unabhängigen Freien Theaters. In seinem Atelier im Hamburger Medienbunker entwickelt er die Werkreihe Das wohlgenerierte Clavier (seit 2006) und produzierte Deutschlandlied (2007), eine Theaterwanderung mit romantischen Volks- und Chorliedern. Seine jüngste Arbeit ist seine Klanginstallation Blödes Orchester, die 2011 im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe und in den Dresdner Technischen Sammlungen ausgestellt wurde. Seine Konzertreihe Bunkerrauschen hat Michael Petermann zu einem wichtigen Impulsgeber der Hamburger Off-Musikszene gemacht.










Melvyn Poore (Tuba, Klangregie)

Melvyn Poore arbeitet als Tubist, Komponist, Klangregisseur, Sound Designer und Pädagoge. Neben seiner Tätigkeit als Solist und Komponist hat er mit verschiedenen Kammerensembles zusammengearbeitet wie z.B. Ensemble musikFabrik (Köln), Zeitkratzer (Berlin), King Übü Örchestrü (Berlin), London Jazz Composers Orchestra, Cambrian Brass Quintet (England). Er hat mit Konzerten und Rundfunkaufnahmen West- und Osteuropa, Nord- und Südamerika und Australien bereist und ist als Solist mit – unter anderen - dem BBC Symphony Orchestra und NDR Orchestra Hannover aufgetreten. Als Instrumentalist hat er viele Kompositionen für sein Instrument angeregt und das Repertoire durch eigene Stücke erweitert. Als improvisierender Musiker erkundet er die Klangmöglichkeiten der Tuba allein und in Verbindung mit anderen Instrumenten sowie Elektronik. Als Pädagoge ist er international aktiv: er leitet Workshops für Kinder/Jugendliche und gibt Lehrerfortbildungen im Bereich Neue Musik.

Weiter Angaben unter www.chaconne.com/poore/












Maja Ratkje (Vokalistin und Komponistin, Oslo)

Maja Solveig Kjelstrup Ratkje, composer and performer (born Dec. 29th 1973 in Trondheim, Norway), finished composition studies at the Norwegian State Academy of Music in Oslo in 2000. Her music is performed worldwide by performers such as Klangforum Wien, Oslo Sinfonietta, The Norwegian Radio Orchestra, Fretwork, TM+, Cikada and Vertavo string quartets, Quatuor Renoir, Ticom, crashEnsemble, Pearls for Swine Experience, Torben Snekkestad, Marianne Beate Kielland, SPUNK, Frode Haltli, POING and many more. Portrait concerts with her music has been heard in Toronto and Vienna, she has been composer in residence at festivals like Other Minds in San Francisco, Nordland Music Festival in Bodø and Avanti! Summer Festival in Finland.
Ratkje has received awards such as the International Rostrum of Composers in Paris for composers below 30 years of age, the Norwegian Edvard prize (work of the year) twice, second prize at the Russolo Foundation, and in 2001 she was the first composer ever to receive the Norwegian Arne Nordheim prize. Her solo album «Voice», made in collaboration with Jazzkammer, got a Distinction Award at Prix Ars Electronica in 2003.
Ratkje is active as a singer/voice user and electronics player as well as studio engineer, as a soloist or in groups such as SPUNK or Agrare. Other collaborations are with Jaap Blonk, Joëlle Léandre, Ikue Mori, Zeena Parkins, Stian Westerhus, Stephen O'Malley, Lasse Marhaug, POING and the metal band Trinacria. Ratkje has performed her own music for films, dance and theatre, installations, and numerous other projects. She has made music for a radio play by Elfriede Jelinek, and in 2003, she played a leading part in her own opera, based on the texts from the Nag Hammadi Library. In 2005 she performed the voice solo part of her first big work for orchestra, commissioned by Radio France. She has also been soloist with Klangforum Wien and Oslo Sinfonietta.

Her scores are found at the Norwegian Music Information Centre and her records are released on Tzadik, Rune Grammofon, ECM, Kontrans, Asphodel, Important Records and others. Her homepage may be visited at www.ratkje.com





Prof. Werner Rizzi (Musikpädagoge, Folkwang Universität Essen)

Studium Schulmusik , Musikwissenschaft, Gesangspädagogik und Komposition (bei Milko Kelemen). Lehrtätigkeit an Musikschule, Gymnasium, als Kursleiter und in freier Praxis als Chor-und Ensembleleiter. Ab 1980 Leiter des Fachbereichs Musik an der Akademie für musische Bildung und Medienerziehung in Remscheid, dabei Konzeption exemplarischer bundesweiter Fortbildungsprogramme. Seit 1991 Professor für Allgemeine Musikerziehung und Didaktik der Musik an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Internationale Fortbildungstätigkeit, Körper - und bewegungsorientierte Konzeptionen; Ensembleleiter, Publikationen zu vielfältigen Themen (insbesondere im Fidula Verlag,Con Brio Verlag, Schott Verlag). Stilistisch und in Gattungen breit gefächerte Kompositionen. Improvisationen und Performances












Dieter Schnebel (Komponist, Berlin)

Dieter Schnebel wurde am 14. März 1930 in Lahr/Baden geboren. 1949 begann er ein Studium an der Freiburger Musikhochschule; zusätzlich besuchte er Vorlesungen Martin Heideggers an der Freiburger Universität und knüpfte engen Kontakt zu den Protagonisten der Kranichsteiner (heute Darmstädter) Ferienkurse für Neue Musik (Adorno, Varèse, Messiaen, Nono, Stockhausen, später Cage). Von 1952-56 studierte Schnebel evangelische Theologie (bei Karl Barth und Rudolf Bultmann), Philosophie und Musikwissenschaft (bei Walter Gerstenberg, Promotion über die Dynamik bei Schönberg) in Tübingen. Daran schloss sich eine Pfarr- und Lehrertätigkeit in Kaiserslautern, Frankfurt a. M. und München an. Seit 1970 ist er in zweiter Ehe mit Iris Kaschnitz verheiratet. 1976 wurde eigens für ihn eine Professur für experimentelle Musik und Musikwissenschaft an der Hochschule der Künste in Berlin eingerichtet, die er bis zur Emeritierung 1995 innehatte. Die Arbeit als Theologe setzte Schnebel durch Predigttätigkeit an der Johann-Sebastian-Bach-Kirche und an der St.-Annen-Kirche in Berlin fort. Er verfasste zahlreiche musikwissenschaftliche Essays und Bücher, deren Themen von Bach über Beethoven, Schubert, Schumann, Wagner, Mahler und Debussy bis zu Cage und Kagel reichen.

Anfänglich komponierte Schnebel strikt seriell: Stücke für Streichinstrumente (1954/55), dt 31,6 (1956-58), Compositio (1955/56). Die Ablehnung jeglichen Dogmatismus führte ihn zu experimentellen Konzept- und Prozesskompositionen, aus dieser Phase stammen Glossolalie 61 (1959/60), Das Urteil (nach Kafka, 1959) und Ki-No (1963/67), in denen er die Verwendung der Stimme um völlig neue Dimensionen vom Flüstern und Röcheln bis hin zum Schreien erweiterte. Außerdem entstanden kirchenmusikalische Werke (Für Stimmen (missa est) (1956-69), Dahlemer Messe (1984/87), Magnificat (1996/97), missa brevis (2000-02)) sowie Bearbeitungen von Bach-Chorälen und Orgelwerke, darunter auch Stücke für den Kirchenpavillon der EXPO 2000 und die documenta 2001. Durch die Gründung der Theatergruppe "Die Maulwerker" an der Hochschule der Künste systematisierte Schnebel sein nur teilweise auf den "Fluxus" (réactions 1960/61, visible music 1960/62, anschläge-ausschläge 1965/66) zurückzuführendes, offenes Werkkonzept, in dem Musiker zum unkonventionellem Einsatz ihrer Instrumente und Stimmen und zu Aktionen im Raum aufgefordert werden (Harley-Davidson für 9 Motorräder und Trompete 2000, Flipper für Spielautomaten, Darsteller, Instrumente und Tonband 2002/03).

In jeweils mehrjährigen Kompositionsprozessen entstanden die Zyklen Maulwerke, Körper-Sprache, Schulmusik, Laut-Gesten-Laute, Museumsstücke, Schau-Stücke und Bachmann-Gedichte. In den Zyklen Re-Visionen (1972-92) und Tradition (1975-95), ferner in den auf die griechische Mythologie verweisenden Kammermusikwerken der Reihe Psycho-Logia (u.a. Pan 1978/88 und Medusa 1989/93) entfaltete Schnebel neuartige Konzeptionen der Beziehung traditioneller und neuer, respektive experimenteller Musik. Zu Schnebels Schlüsselwerken zählen die Oper Majakowskis Tod - Totentanz (1989/97), das großangelegte Vokalwerk Ekstasis (1996/97/2001) und die monumentale Sinfonie X (1987/92/2004).

1991 wurde Schnebel mit dem Lahrer Kulturpreis ausgezeichnet. 1999 verlieh ihm die Stadt Schwäbisch Gmünd den erstmals vergebenen Preis der Europäischen Kirchenmusik. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste Leipzig (beides seit 1991) und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (seit 1996).





Frank Stanzl

Frank Stanzl (*1970) studierte Kirchenmusik, Orgel, historische Tasteninstrumente und Komposition in Köln. Bedeutende Kompositionslehrer waren Johannes Fritsch und Klarenz Barlow (Computerkomposition). Ergänzende Studien folgten bei György Ligeti.
Er ist Gründer und Leiter mehrerer Ensembles und Konzertreihen, arbeitete künstlerisch mit der Washington University, dem deutsch-paraguayischen Kulturinstitut und den Hochschulen für Musik in Köln und Freiburg zusammen, hatte Lehraufträge am Goethe-Zentrum Südamerika und an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen.
Neben seiner langjährigen internationalen Tätigkeit als Komponist und Konzertorganist verleiht er der Basilika St. Georg in Köln musikalisches Profil. Er erhielt mehrere internationale Auszeichnungen.



Hubert Steins (Klangkünstler und Medienpädagoge, Köln)

Hubert Steins, geb.1965 in Mönchengladbach/NRW, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft (M.A.) in Köln. Seitdem tätig für öffentlich-rechtliche Radiosender (DLF/DLR/WDR/SWR) mit Schwerpunkt Neue Musik und Medienkunst. In Kooperation mit zum Teil namhaften Komponisten entstanden in den letzten Jahren rund 50 Musikfeatures zur neuen Musik. Seit Ende der 90er Jahre Realisation eigener Klang- und Medieninstallationen, von denen einige Arbeiten prämiert wurden (Deutscher Klangkunstpreis 2004/Jurypreis Stuttgarter Filmwinter 2010). Zudem ist Steins als Medienpädagoge im Bereich Journalismus (Lehrauftrag Macromedia Köln seit 2009) und Medienkunst (Realisierung von Workshops für die SK-Stiftung Kultur) tätig.


sumnina.arts (Tanz und Körperarbeit, Salzburg)

sumnima.arts ist ein Label, unter dem künstlerische Produktionen und Artefakte der unterschiedlichsten Sparten entstehen. Die Verwendung eines Labels anstatt eines Namens dokumentiert das Bedürfnis, sich im Gegensatz zu einer, an ein Individuum gebundenen Autorenschaft, im Zusammenspiel aller geistverwandten Kräfte wirkend zu verstehen. Die Auflistung künstlerischer Qualifikationen und Aktivitäten wird dadurch belanglos.
sumnima.arts befindet sich in einem permanenten Fluss der Forschung und die künstlerischen Produktionen stellen ausschnitthafte Einblicke, bzw. Kristallisationspunkte in diesem Fluss dar. Sie konkretisieren sich in Tanz, Gesang, Klangerzeugung, Objekten, Installationen und Film.



Prof. Dr. Jürgen Terhag (Musikpädagoge, HfMT Köln)

Musikpädagoge, Musiker, Komponist, Gerichtsgutachter (musikalisches Urheberrecht), Musiklehrer, Dozent für Musikpädagogik und Kultur-wissenschaften an der Universität Lüneburg, Leiter des Fachbereichs Musik an der Bundesakademie für kulturelle Jugendbildung in Remscheid, seit 1996 Professor für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, von 2001-2007 Dekan des Fachbereichs "Musikpädagogik/Musikwissenschaft" der HfMT Köln
Seit 2000 Bundesvorsitzender im Arbeitskreis für Schulmusik (AfS). Seit 2003 Vorsitzender des Kölner Regionalauschusses "Jugend musiziert"

Arbeitsschwerpunkte: Ensembleleitung, notenfreie Chorarbeit, Klassenmusizieren, Didaktik der Populären Musik, Improvisation, Live-Arrangement, Komposition, schülernaher Umgang mit historischer und Neuer Musik


Susanne Weins (Stimmlehrerin und -künstlerin)

Ursprünglich als Physiotherapeutin ausgebildet, beschäftigt sich Susanne Weins seit über 25 Jahren in Kursen und Einzelarbeit intensiv mit experimenteller Stimmarbeit, v.a. nach der Methode des Roy Hart Theater mit den Arbeitsfeldern: Pädagogische Methoden zur Stimmentwicklung, Theatrical and Musical Improvisation, Stimme und Bewegung, Interpretation of Songs and Poetry. Ihre Lehrer waren u.a. Robert Harvey und Marita Günther, Jonathan Hart-Makwaia und Rosemarie Quinn.
1996 diplonmierte sie als staatlich geprüfte Diplom-Musiklehrerin im Fach Rhythmik an der Folkwang Hochschule Essen, machte 1999 ihren Abschluss als Lehrerin für F.M. Alexandertechnik an der International School for the F.M. Alexander-Technique bei Chris Stevens und Nadia Kevan in Essen/Freiburg. Sie ist außerdem Affiliated Roy Hart Teacher, ausgebildete Sprecherzieherin und hat sich beshäftigt sich immer wieder mit klassischem Gesang und Jazzgesang auseinandergesetzt.

Homepage: http://www.weinsvoicemove.de






Prof. Dr. Kristin Westphal (Erziehungswissenschaftlerin, Universität Koblenz-Landau)

Prof. Dr. Kristin Westphal, Universität Koblenz-Landau Campus Koblenz, Fb1 Bildungswissenschaften, Institut für Grundschulpädagogik. Vorstandsmitglied der Kommission Pädagogische Anthropologie der DGfE. Arbeitsschwerpunkte: Kulturpädagogische Theorie des Raumerlebens. Grundlegung einer Theorie der medialen Erfahrung. Wahrnehmung und Aufmerksamkeit von Theater, Tanz und Medien. Pädagogische Phänomenologie und Theorie der Ästhetischen Bildung.

















Angélique Willkie (Tänzerin und Sängerin, Brüssel)

In Jamaika geboren, lebt Anglique Willkie in Brüssel und arbeitet international als Tänzerin, Sängerin und Dramaturgin, u.a. mit Zap Mama, Needcompany und les Ballets c.de la B. Sie unterrichtet regelmäßig u.a. bei Ultima Vez / Wim Vandekeybus, SEAD Salzburg, Charleroi Danse (Brüssel) und Impulstanz (Wien.

Born in Jamaica, Angélique began her dance training at the Graham-based School of Toronto Dance Theatre in Toronto, Canada. After a brief start to her career in Quebec City, Canada, she moved to Europe where she has lived and worked for the past 20 years. Working primarily on the freelance circuit, she has been part of companies and independent projects in Barcelona (E), Tours (F), London (GB), Frankfurt (D), Ghent (B) and Brussels (B). In Belgium, where she is now based, those projects have included Cie Karin Vyncke, les Ballets C. de la B., Needcompany, and as a singer with the Belgian world-music group Zap Mama.

While continuing to perform independently both as a dancer and a singer, Angélique has taught contemporary technique as well as voice/movement and composition/improvisation workshops extensively in Belgium and abroad. Once a regular guest teacher of Ultima Vez/ Wim Vandekeybus (Brussels), Henny Jurriens Stichting (Amsterdam), Charleroi/Danses (Brussels), Circuit-Est (Montreal), SEAD (Salzburg) and ImPulsTanz Vienna among others, she now works primarily as a dramaturg for dance-, music- and circus-theatre productions, and works as Pedagogical Coordinator for the Ecole Supérieure des Arts du Cirque (ESAC) in Brussels. Whenever possible, Angélique will always get back on stage!