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STADTKLANGNETZ Konferenz 2010 Vorträge und Workshops (Stand 06.10.2010) Vortrag: Diverse Relationships with Music (English) Referent: Xavier Le Roy (Choreograf, Montpellier) Zeit: Freitag, 29.10., 15:00 - 16:00 Uhr French choreographer and performer Xavier Le Roy about his work with music by Helmut Lachenmann, Bernhard Lang, Edgard Varèse, Igor Strawinsky and others: "I analyse and show excerpts of some of my works between 1997 to 2007 to explore the diverse relationships with music that I went through, trying to explain why and to show how my reflections on the subject have developed. The lecture starts with the works in collaboration with composer and musician Alexander Birntraum who was also playing live in my early works (1994-1997), exposing basic principles how we were working together. The talk will also touch upon the difficulties I encountered in sharing the work that we were doing on relationship between movements and music. This leads to the use of music as a sign or frame in works such as "Self Unfinished" (1998), "Xavier Le Roy" (2000), or "Giszelle" (2001). I furthermore discuss the works with musicians and musicians' gestures as in the staging of Bernhard Lang's opera "Theater der Wiederholungen" (2003), "Mouvements für Lachenmann" (2005), "More Mouvements für Lachenmann" (2008) and finally "Le Sacre du Printemps" (2007)." Vortrag/Workshop: Improvisation vermitteln Referenten: Prof. Dieter Heitkamp (Tanz, HfMDK Frankfurt) , Prof. Claas Willeke (Musik, HfM Saar) Zeit: Freitag, 29.10., 16:30 – 18:00 Uhr Improvisation spielt in der künstlerischen und pädagogischen Arbeit von Dieter Heitkamp und Claas Willekes eine wichtige Rolle. Sie kommen aus verschiedenen Kunstrichtungen – von der Musik und vom Tanz. Zwei Spartenübergreifend Denkende und interdisziplinär Handelnde; Grenzüberschreiter, die noch weitere Gemeinsamkeiten haben. Beweggrund genug sich zu treffen und gemeinsam ein Vermittlungskonzept für ihren Beitrag Improvisation vermitteln zur StadtKlangNetz–Konferenz "Körper, Klang & Bewegung“ zu entwickeln. Dieser ist zwischen Vortrag, Workshop, Gespräch, Lecture und Performance angesiedelt, ein Experiment in 90 Minuten den Teilnehmern verschiedene Ansätze vorzustellen und Erfahrungen zu ermöglichen, Fragen aufzuwerfen und Diskussionen anzustoßen. Workshop: Power&Sensitivity – Körperbewusstsein und –präsenz für Musiker & Lehrer Referent: Paul Linden (Movement Educator, Columbus, USA) Zeit: Freitag, 29.10., 16:30-18:00 Uhr Viele Musiker leiden unter Bewegungseinschränkungen, physischer Belastung, Schmerz oder Lampenfieber. Indem man sich jedoch seinen Körper stärker bewusst macht eröffnen sich Möglichkeiten sicherer, effektiver, kommunikativer und mit mehr Vergnügen aufzutreten. Im Workshop lernt man einfache, praktische Körperbewussteseins-Techniken aus der Being In Movement® mind/body-education. Die Arbeit wird sich schwerpunktmäßig mit Aufmerksamkeit, Willen, Haltung und Bewegung auseinandersetzten. Ziel ist es Entspannung, Sensibilität, Balance, Kraft und Freiheit des Geistes/Körpers als Grundlage für musikalische Aufführungen zu erreichen. Sie werden erfahren, dass sich physischer Rückhalt und Bewegungseffizienz von offener Atmung und unversehrten Becken und Wirbelsäule herleiten lassen. Sie werden auch entdecken, dass physischer Rückhalt das Fundament für innere Ruhe und Konzentration bildet. Sie werden lernen, dass die Aufrechterhaltung des Bewusstseins für den inneren Körperraum und den äußeren Aufführungsraum es möglich machen, die Musik durch sich selbst fließen zu lassen. Workshop: Feral Choir Referent: Phil Minton (Sänger, London) Zeit: Freitag, 29.10., 16:30 - 18:00 Uhr, Samstag, 30.10., 10:30 - 12:00 u. 15:00 - 16:30 Uhr Der Feral Choir ist eine Serie von Stimmworkshops mit Laien, die in eine Performance mündet. Die Idee wurde in den späten 80er Jahren geboren, als Phil Minton gefragt wurde einen Workshop mit Laien am Musik Centrum in Stockholm durchzuführen. Seit diesem durchschlagenden Erfolg entwickelte er die Idee weiter. Bei StadtKlangNetz besteht der Feral Choir aus drei Workshops (normalerweise wären es drei Tagesworkshops) und einer Performance. Er richtet sich nicht nur an Sänger, sondern an alle die Freude am Experimentieren haben. Die Teilnehmer werden ermutigt, ihre stimmlichen Potenziale durch Übungen und Improvisation auszutesten. Die Feral Choir Workshops und Performances wurden schon an vielen Städten abgehalten: u.a. in Cardiff, Tokyo, Lausanne, Antwerpen, Oxford, Paris, Melbourne, Rio de Janeiro, Florenz, Amsterdam und London. Einige Kommentare der Teilnehmer bisheriger Workshops: "You have let the sun enter into my head" "Thank you for the most fantastic experience to let us express ourselves in this way". "A new heart in my voice". "You and your work brings happiness (and other great things) to people" Phil Minton: „I hope that the workshops and performances will offer a similar experience to the many often 'voiceless' people who participate.“ Vortrag/Workshop: Von (sich) bewegenden Klangkörpern und Körperklängen – Musikpädagogische Zugänge zur Körperlichkeit in der Neuen Musik Leitung: Prof. Lars Oberhaus (PH Weingarten) Zeit: Samstag, 30.10., 10:30-12:00 Uhr In der Neuen Musik ist der (Klang-)Körper ein wesentliches und unverzichtbares ästhetisch-klangliches Ausdrucksmedium geworden. Hierzu gehören v.a. Bewegungen von Klangkörpern (Varèse), das Verhältnis von Instrument und Körper (Globokar), Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen Körpers (Oehring) sowie eine virtuelle Körperlichkeit im Bereich der elektronischen Musik (Neuwirth). Im praxisorientierten Steifzug durch verschiedene ‚musikalische Körper-Strategien’ des 20. und 21. Jahrhunderts werden neben musikhistorischen Perspektiven auch musikpädagogische Erarbeitungsformen vorgestellt. Willkommen zum Vortrag sind alle, die offen und neugierig sind, expressive Ausdrucksdimensionen des eigenen Körpers kennen zu lernen und ‚leibhaftig’ zu erforschen! Workshop: Musik in Bewegung Referent: Maria Speth (Tanzpädagogin, Conservatorium Maastricht) Zeit: Samstag, 30.10., 10:30 – 12:00 Uhr „Gib Menschen einen Grund sich zu bewegen und es öffnen sich viele Möglichkeiten um zu experimentieren und zu variieren.“ Die Teilnehmer werden erfahren wie Musik in Bewegung umgesetzt werden kann und wie sich das Element der Bewegung in Schulen sinnvoll integrieren lässt. Maria Speth spricht in ihrer Unterrichtsgestaltung die emotionale Erlebnisfähigkeit der Kinder an und fördert über gezielte Gestaltungsaufgaben das Sozialverhalten innerhalb der Gruppe. Elemente aus darstellendem Spiel, Musik und Bildender Kunst werden integriert. Neben Wahrnehmungsvermögen und Motorik fördert Musik in Bewegung kognitive Fähigkeiten wie Vorstellungskraft, Bewegungsphantasie und Reflexionsvermögen. Vortrag: Über.Setzungen. - Wahrnehmen und Verstehen von Musik durch Bewegung Referent: Prof. Ursula Brandstätter (UdK Berlin) Zeit: Samstag, 30.10., 12:30 – 13:30 Uhr Was verbindet Musik und Bewegung? Welche Rolle spielt Bewegung bei der Wahrnehmung? Was passiert, wenn Musik in Bewegung transformiert wird? Welche Art des Verstehens ergibt sich dabei? Der Vortrag beschäftigt sich mit den wahrnehmungspsychologischen Grundlagen, die der Motorik im Akt des Wahrnehmens eine hervorgehobene Rolle zuweisen. In einem zweiten Schritt werden - aus phänomenologischer Perspektive - die Effekte untersucht, die sich aus der Transformation von Musik in Bewegung ergeben. Schließlich wird - darauf aufbauend - ein Modell des mimetischen Verstehens von Musik entwickelt, das ohne direkte Bezugnahme auf die Verbalsprache einen differenzierten Vollzug der Musik ermöglicht. Vortrag/Workshop: Die Inszenierung von Körperlichkeit im Neuen Musiktheater. Aktuelle Beispiele, Diskussion, eigene Versuche Leitung: Prof. Matthias Rebstock (Universität Hildesheim) Zeit: Samstag, 30.10., 15:00 – 16:30 Uhr Körperlichkeit spielt auch im Bereich des Neuen Musiktheaters eine immer wichtigere Rolle, sei es bei der instrumentalen Klangerzeugung (Was ist ein Instrument? Wie de/formiert es den Körper?), sei es im Spannungsfeld zwischen Körper und Stimme oder im Widerstreit mit den elektronischen Ton- und Bildmedien. Im Workshop werden aktuelle Beispiele aus dem Bereich des Musiktheaters vorgestellt und diskutiert. Die Formen des Musiktheaters der 60er Jahre, u.a. instrumentales Theater und die stark von John Cage beeinflusste Fluxusbewegung, lassen sich vor diesem Hintergrund heute auch als Ansätze lesen, den Körper des Performers ins Zentrum zu stellen – und nicht mehr die Darstellung eines fixen Klangideals. Im praktischen Teil des Workshops geht es daher um die Auseinandersetzung mit Stücken von Cage, Schnebel, Aperghis, Fluxus u.a. und darum, wie eine Auseinandersetzung mit diesem – teilweise auch für Laien konzipierten – Repertoire aus einer heutigen Perspektive heraus erfolgen kann. Workshop: Würfel(n) – Improvisation mit Klang- und Bewegungsmodulen Leitung: Jean Sasportes (Choreograf, Wuppertal), Gunda Gottschalk (Musikerin, Wuppertal) Zeit: Samstag, 30.10., 15:00 – 16:30 Uhr In diesem Workshop entwickeln wir Szenen, die zum Improvisieren einladen. Hierbei werden musikalische Elemente und Bewegungsabläufe direkt miteinander kombiniert. Es entstehen bewegte und klingende Bilder, die sich auch gut mit Kindern in Schulklassen realisieren lassen. Kinder haben die natürliche Neigung sich zu Musik zu bewegen und bei Bewegungen Klänge zu produzieren. Diese Vorliebe versuchen wir in unserer Arbeit zu nutzen und in ein kreatives ästhetisches Potential umzuwandeln. Workshop: Szenische Musik - Durch Bewegung Musik erfinden Referent: Prof. Corinna Vogel (HfMT Köln) Zeit: Samstag, 30.10., 15:00 – 16:30 Uhr In diesem Workshop werden durch Improvisationen in Musik und Bewegung kurze Abläufe entwickelt, die allein aus den musikalischen und szenischen Aktionen der Akteure bestehen. Body-Percussion, Lautgedichte, Percussionsinstrumente und Klangmöglichkeiten des Raumes werden benutzt um die selbst entwickelten Bewegungsszenen zu illustrieren und kommentieren. Workshop: Wo Tanz und Musik sich begegnen – 5 Elemente für Improvisation und Komposition Referent: Jean Sasportes (Choregraf, Wuppertal) Zeit: Sonntag, 31.10., 10:00 – 17:00 Uhr Um einen faszinierenden Tanz zu realisieren, braucht man Körperkontrolle und seelisches Engagement, doch kann jeder mit seinem Körper Formen schaffen, jeder kann sich bewegen, jeder hat ein Gefühl für Zeit und Raum, und jeder Mensch, jung oder alt, kann tanzen. In diesem Workshop werden sich die Teilnehmer/innen den vier Elementen zunächst mit Hilfe von praktischen Übungen nähern, um dann verschiedene Wege zu finden, wie man eine eigene kleine Choreographie realisieren und solche künstlerischen Abläufe auch mit Kindern und Jugendlichen umsetzen kann. Einfache Körperübungen zur Bewusstmachungführen zur Arbeit mit abstrakten Formen, diese wiederum zu alltäglichen Gesten und Bewegungen und machen so den Weg von Modern Dance zu Tanztheater nachvollziehbar. Im Vordergrund steht die Freude an Bewegung, die Körpererfahrung und der Spaß, sich mit seinem Körper auszudrücken. Workshop: „Styx und Odyssee“ Experimentelles Musiktheater Referenten: Anette Bieker (Theater Kontra-Punkt), Franz Schulz (Theater Kontra-Punkt) Zeit: Sonntag, 31.10., 10:00 – 17:00 Uhr Die beiden Kompositionen Styx und Odyssee von Anestis Logothetis sind zwar nicht ausdrücklich für die Schule konzipiert, aber sie sind besonders für Schulaufführungen geeignet. Die graphische Notation lässt eine Realisierung in verschiedensten Schwierigkeitsgraden zu, so eignen sie sich für Anfänger/innen, die bisher nichts mit Musik zu tun hatten ebenso wie für Profimusiker. Im Rahmen des Workshops sollen exemplarisch einige Teile daraus erarbeitet werden. Zwei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Wie kann man Kinder und Jugendliche auch für differenziertere Musik begeistern (Musiktheater im weitesten Sinne)? Und wie kann man Kindern und Jugendlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zum ‚Verstehen’ von differenzierter Musik notwendig sind (Musikvermittlung)? Workshop: Kontaktimprovisation Referent: Dieter Heitkamp (HfMDK Frankfurt) Zeit: Sonntag, 31.10., 10:00 – 15:00 Uhr Landesbüro Tanz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tanz und Bewegungskultur Dieter Heitkamp stellt Elemente des Basisvokabulars der Kontaktimprovisation vor, machen diese erlebbar und zeigen dabei die Beziehungen zwischen den technischen Ansätzen der Vermittlung und den physikalischen Aspekten wie Masse, Schwerkraft, Hebelwirkung, Reibung, Gewicht und Auftrieb auf. Der Fokus ist auf Berühren und Sich Berühren Lassen gerichtet, auf Wahrnehmen, Sinnliches Erfahren, das Spiel mit Nähe und Distanz, wechselnde Beziehungen zum Raum und zu den Partnern und den Möglichkeiten, Kontakt ohne direkten Körperkontakt zu erproben. Es wird gezielt auf Fragestellungen eingegangen, die die technischen Übungen, Sicherheitsregeln, die Einbeziehung von Objekten oder auch die choreografische Arbeit betreffen. Insbesondere wird die Arbeit mit Jugendlichen/Schülern thematisiert. |
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